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Eurofighter
= 80 Milliarden öS für Angriffskriege |
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Der Ankauf von Abfangjägern ist nicht nur ein Hohn gegenüber sozial Benachteiligte, er ist auch der Einstieg Österreichs in zukünftige Kriege im Rahmen der EU-Armee. Mit der Entscheidung Eurofighter anzukaufen, hat die Regierung eine sozialpolitisch unglaublich zynische Entscheidung getroffen. Schätzungen in Deutschland haben ergeben, dass der Stückpreis eines Eurofighters auf mittlerweile 1,67 Milliarden öS geklettert ist. Das ergibt für 24 Stück Anschaffungskosten von 40 Milliarden öS. Für eine Einsatzdauer von 20 Jahren müsste in etwa noch einmal diese Summe dazugerechnet werden (Ausbildungs-, Betriebskosten etc.). D. h. in den nächsten 20 Jahren sollen 80 Milliarden öS für die Eurofighter ausgegeben werden. Diese Zahl wird Unfallrentner und Studierende besonders interessieren: denn alles was ihnen die Regierung in den nächsten 2 Jahrzehnten an Studiengebühren und Unfallrentenbesteuerung abknöpfen wird, geht für die neuen Abfangjäger drauf. Auch Familien und AlleinerzieherInnen wird das interessieren: in den nächsten zwei Jahrzehnten könnten bei Verzicht auf den Ankauf von Abfangjägern Jahr für Jahr 65.000 Kingergartenplätze mehr als derzeit angeboten werden. Der Ankauf von Abfangjägern geht Hand in Hand mit Sozialabbau - zynisch und brutal. Der Ankauf von Abfangjägern ist aber nicht nur ein Hohn gegenüber sozial Benachteiligte, er ist auch der Einstieg Österreichs in zukünftige Kriege der EU. Der Eurofighter ist das Paradeprojekt des deutsch-französischen Rüstungsgiganten EADS für die zukünftige EU-Armee. Die EU-Armee soll bekanntlich ab 2003 in einem Umkreis von 4.000 Kilometern um die EU - d. h. von Zentralafrika bis hinter den Ural - für Militäreinsätze bereit sein. Verteidigungsminister Scheibner hat bereits angekündigt, dass die österreichischen Abfangjäger im Rahmen der EU-Armee eingesetzt werden sollen. Der Ankauf von Eurofightern hat nichts mit dem Schutz des österreichischen Luftraumes zu tun. Dieser wird von niemandem bedroht. Der Ankauf von Eurofightern ist ein Kniefall vor der EU-Rüstungsindustrie und dient dem Einsatz bei EU-Militäraktionen in Ländern des Südens und Ostens. Es sind Flugzeuge für Angriffskriege á la Jugoslawien und Afghanistan. Mit den Eurofightern soll die österreichische Luftwaffe mit den deutschen, spanischen, britischen und französischen Luftgeschwadern „harmonisiert“ werden, die ebenfalls Eurofighter ankaufen. Die Friedenswerkstatt Linz ruft alle AufrüstungsgegnerInnen und sozial
Engagierten auf, Widerstand zu leisten gegen den Ankauf neuer Abfangjäger und die Teilnahme Österreichs an der Euro-Armee. Wir rufen daher auf, das Volksbegehren gegen den Abfangjägerankauf von 29. Juli bis 5. August zu unterzeichnen und wir rufen alle oberösterreichischen ArbeitnehmerInnen auf, den
Mitgliederantrag an die Arbeiterkammer OÖ gegen EU-Armee und Sozialabbau zu unterstützen, der von der Friedenswerkstatt Linz initiiert worden ist. Presseaussendung der Friedenswerkstatt Linz vom 3. Juli 2002 |
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