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Bringt die Post allen was? |
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Werkstatt Frieden & Solidarität
protestiert gemeinsam mit Personalvertretern gegen Postprivatisierung!
Während seit dem Jahr 2000 bei der Österreichischen Post 20 % der Arbeitsplätze abgebaut und 46 % der Postämter geschlossen wurden, sind die Gewinne um 398 % gestiegen. Damit soll die Post als profitable Braut für die Verscherbelung herausgeputzt werden. Nunmehr wird im ÖIAG-Aufsichtsrat die Privatisierung der Post vorbereitet. Motor der Privatisierung ist die von der EU eingeleitete Liberalisierung der Postmärkte. Am Ende des Weges werden einige wenige private Riesenkonzerne den Postmarkt beherrschen. Die fetten Renditen, die von den Postbetrieben erwirtschaftet werden, gehen zu Lasten der Beschäftigten und der Kunden der Post, wie die Entwicklung in Österreich zeigt. Doch auch in Deutschland wurden seit der Privatisierung der Post die Löhne um ein Drittel gesenkt. Besondere Pikanterie bei der österreichischen Postprivatisierung: Die maßgeblichen Vertreter der Kapitalseite im ÖIAG-Aufsichtsrat, der für die Abwicklung der Privatisierung verantwortlich ist, sind direkt oder indirekt mit deutschen Konzernen verbandelt, die wiederum über verschiedene Fäden an der deutschen Post beteiligt sind. Wir fordern daher:
Diesen Forderungen werden wir morgen, Freitag, vor der ÖIAG-Zentrale und dem Bahnhofspostamt in Linz mit öffentlichen Aktionen Nachdruck verleihen. „Die von Regierung und EU geforderten Zerschlagungspläne der Post dienen nur den Profithaien und Spekulanten auf Kosten von Qualität und Personal!", so Robert Hobek, Betriebsratsvorsitzender des Postamtes 1230. "Von den Führungen der Parlamentsparteien darf man sich beim Kampf gegen die Privatisierung keine Unterstützung erwarten. Wir rufen deshalb sowohl Beschäftigte als auch KundInnen der Post auf, selbst aktiv zu werden. Die Werkstatt wird sie dabei nach Kräften unterstützen“, ergänzt Günter Reder, Vorsitzender der Werkstatt Frieden & Solidarität. Flugblatt [als PDF] Presseaussendung der Werkstatt Frieden & Solidarität vom 7.4.2005 |