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Werkstatt Frieden & Solidarität startet Petition für den Erhalt der Post im öffentlichen Eigentum! |
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Privatisierung schadet
KundInnen und Beschäftigten der Post und nützt den Aktionären! ÖIAG-Vorstand und Kapitalvertreter im ÖIAG-Aufsichtsrat gehören vor Gericht Darüber hinaus fordert die Werkstatt die sofortige Entlassung des ÖIAG-Vorstandes und der Kapitalvertreter im ÖIAG-Aufsichtsrat. Maßgebliche Mitglieder des ÖIAG-Aufsichtsrat sind mit jenen deutschen Konzernen (Deutsche Bank, Allianz-Versicherung, RWE, Deutsche Telekom) direkt oder indirekt verbandelt, die wiederum über verschiedene Kanäle (Aufsichtsratsmandate, Aktienpakete) mit der Deutschen Post AG verbunden sind. Das ist jener Konzern, der sich die österreichische Post gerne einverleiben würde. Damit droht sich beim Verkauf der Post jenes Schmierentheater zu wiederholen, das sich beim Verkauf der VA-Tech an Siemens ereignet hat. Nach Ansicht der Werkstatt Frieden & Solidarität haben sich die Kapitalvertreter im ÖIAG-Aufsichtsrat und der ÖIAG-Vorstand bei der VA-Tech-Privatisierung nach § 153 des Strafgesetzbuches (Tatbestand der Untreue bei der Verfügung über fremdes Vermögen) strafbar gemacht. Eine diesbezügliche Strafanzeige ist bei der Staatsanwaltschaft anhängig. Hintergrund ist die enge Verquickung von privaten und öffentlichen Interessen. So ist z. B. Veit Sorger Leiter des ÖIAG-Privatisierungsausschusses und zugleich mit den beiden Hauptprofiteuren der VA-Tech-Privatisierung interessenmäßig liiert: mit dem – damaligen – Chef der Siemens Österreich Hochleitner saß er im Vorstand der Industriellenvereinigung und mit dem Spekulanten Mirko Kovats, der beim VA-Tech-Deal um 100 Millionen Euro reicher wurde, sitzt er geschäftlich bei der Übernahme der Schweizer Firma Unaxis im Boot. „Es ist absurd, diesem Großindustrieklüngel, der auf Grund dieser offensichtlichen Gesetzesverstöße bei der Verschleuderung der VA-Tech schleunigst vor ein Gericht gehört, nun die Entscheidung über das Schicksal der Post anzuvertrauen“, meint Gerald Oberansmayr, Vorstandsmitglied der Werkstatt Frieden & Solidarität und fordert die Staatsanwaltschaft auf, ihren gesetzlichen Verpflichtungen nachzukommen. Medieninformation der Werkstatt Frieden & Solidarität, 08.09.2005 |