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EU-Armee heißt ... |
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... Kriegseinsätze von Zentralafrika bis hinter den Ural Ziel
der zukünftigen Euro-Armee: bis spätestens 2003 sollen 60.000 Mann
permanent über ein Jahr lang in einem Aktionsradius von 4.000
Kilometern rund um die EU kriegerisch im Einsatz sein können. Das
entspricht einem Einsatzbogen, der von Zentralafrika über den Kaukasus
bis hinter den Ural reicht. Damit 60.000 Mann dauernd im Einsatz sein können,
ist eine Bereitschaftstruppe von ca. 200.000 Mann erforderlich. ...
Aufrüstungslawine Die EU
wird zur „Hochrüstungsgemeinschaft“. Im Vordergrund stehen
dabei jene Waffen, die das
weltweite Führen von Angriffskriegen á la Golfkrieg oder Jugoslawien
ermöglichen: punktgenaue Distanzraketen (MAW Taurus),
Lufttransportkapazitäten (Airbus A400M), Kampfhubschrauber
(„Tiger“, NH 90), Satellitenaufklärung und -navigation, Kampfbomber
(„Eurofighter“). Weiters wird das Atomwaffenpotential modernisiert
(M51-Programm). Erklärtes Ziel dieser Aufrüstungsprogramme ist es, die
EU zur „Nummer 1 beim weltweiten Krisenmanagement“ (Javier
Solana) zu machen. ... Krieg für die Interessen der Reichen „Von
nun an gelten nur noch wirtschaftliche Macht und die militärischen
Mittel sie umzusetzen“. Klaus Naumann, Oberbefehlshaber des
Nato-Krieges gegen Jugoslawien, spricht offen aus, wofür die Euro-Armee
gut ist. Es geht für die EU-Konzerne um den „ungehinderten Zugang
zu Märkten und Rohstoffen in aller Welt“ (Zitat:
Verteidigungspolitische Richtlinien der deutschen Bundeswehr, 1992). Die
Kluft zwischen Arm und Reich wird weltweit immer größer. Die 358
reichsten Menschen der Welt verfügen über ein Vermögen das dem
Einkommen der unteren Hälfte (!) der Erdbevölkerung entspricht. Jedes
Jahr sterben 7 Millionen Kinder unter 5 Jahren an Unterernährung oder
Medikamentenmangel. Die Aufrüstung der reichen Nationen verschlingt
nicht nur die Ressourcen, mit denen das Elend beseitigt werden könnte,
sie dient dazu, diese himmelschreienden Verhältnisse mit Gewalt
aufrechtzuerhalten. ...
auch Österreich wird wieder Krieg führen Bereits
1998 wurde der „Kriegsermächtigungsartikel“ 23f ohne öffentliche
Debatte in die österreichische Verfassung „hineingemogelt“. Dieser
Artikel ermächtigt Bundeskanzler und Außenminister(in), Österreich an
Kriegen der EU zu beteiligen - weltweit, auch ohne UNO-Mandat. Damit
wird der Kerngehalt der Neutralität, die Verpflichtung des Neutralen
zur Nicht-Teilnahme an Kriegen, ausgehebelt. Bis 2003 soll ein 3.500
Mann starkes österreichisches Korps für die Euro-Armee aufgestellt
werden. ...
Verdoppelung der Ausgaben für das Bundesheer Einerseits wird für die Währungsunion bei den Sozialausgaben gekürzt („Nulldefizit“). Andererseits haben sich die EU-Verteidigungsminister darauf geeinigt, die Ausgaben für Rüstungsinvestitionen zu verdoppeln (Sintra 2000). Angespornt durch die EU-Vorgaben kursieren im Verteidigungsministerium bereits Pläne, die österreichischen Rüstungsausgaben mittelfristig zu verdoppeln, alleine für nächstes Jahr will der FP-Verteidigungsminister Scheibner 20 % mehr fürs Heer. Alleine die Anschaffungskosten für Abfangjäger liegen bei 25 bis 30 Milliarden öS. Inklusive Folgekosten muss bis zum Dreifachen gerechnet werden. Zum Vergleich: Das entspricht in etwa dem Fünfzigfachen dessen, was in der freien Sozialhilfe in einem Jahr ausgegeben wird. |
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Aufrüstung = Sozialabbau
Vergleich: Ausgaben für Militär und Soziale Wohlfahrt in Österreich 1996-2000
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