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Demonstration am 21. Juni 2006 in Wien anlässlich des EU-USA-Gipfels |
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Die Politik der Bush-Administration hat eine entsetzliche Blutspur hinterlassen. Rund 20.000 Menschen sind beim Krieg gegen Afghanistan getötet worden und eine Studie von US-Wissenschaftlern kommt zum Schluss, dass seit dem Überfall der USA auf den Irak im März 2003 über 100.000 IrakerInnen getötet worden sind. Seit dem Amtsantritt der Bush-Administration sind die US-Rüstungsausgaben um 50 % auf 455 Mrd. US-Dollar angestiegen. Wir wollen heute mit dieser Demonstration ein unübersehbares Zeichen gegen diesen Kriegs- und Aufrüstungskurs der USA setzen. Genauso wichtig - und das kann uns niemand abnehmen - ist aber auch, dass wir gegen die EU-Machteliten protestieren, die heute mit Bush konferieren und dinieren. Denn die EU ist kein Friedensprojekt, sondern ein Großmachtprojekt, um in die Fußstapfen der USA zu treten und auf Perspektive den Kampf um die Nr. 1 in der Welt aufzunehmen:
Als Werkstatt Frieden & Solidarität halten wir es daher für entscheidend, dass wir als internationale Friedensbewegung - gemeinsam mit unseren FreundInnen von der amerikanischen Friedensbewegung - gegen unsere gemeinsamen Gegner Bush, Rumsfeld, Merkel, Chirac, Blair, Schüssel & Co Widerstand leisten. Und wir halten es für wichtig, dass wir als österreichische Friedensbewegung für ein neutrales Österreich kämpfen. Denn die Neutralität ist heute moderner und zukunftsweisender denn je. Neutralität bedeutet unter den heutigen Bedingungen nichts geringeres als weder bei US-geführten Kriegen im Rahmen der NATO, noch bei deutsch-französischen Militärabenteuern im Rahmen von EU-Armee und Battle-Groups mitzumarschieren. Dieser Ausbruch aus der Kumpanei mit den westlichen Großmächten ist die Voraussetzung für die Solidarität mit den geschundenen Völkern des Südens. Rede von Gerald Oberansmayr (Werkstatt Frieden & Solidarität), 21.06.2006 |