Krieg gegen Terror

Krieg gegen Terror
Konfliktszenarien im 21. Jahrhundert und ihre Konsequenzen für die Friedens- und Sicherheitspolitik

Symposion der Friedensinitiative der Stadt Linz

Freitag, 15. März 2002, 15.30-21.00 Uhr
Altes Rathaus (Gemeinderatssaal), Hauptplatz 1, A-4020 Linz

Die Anschläge in New York und Washington vom 11. September 2001 waren eine neue Qualität des Terrorismus. Auch die Antwort besteht in einer neuen Art der Kriegsführung. Im „1. Krieg des 21. Jhdts.“ (Bush) stehen einander ungleiche Akteure gegenüber. Ein typisches neues Konfliktszenario. In „asymmetrischen Kriegen“ legen sich terroristische oder kriminelle Gruppen mit staatlichen Gegnern an. Zum alten Bedrohungsbild „Staat gegen Staat“ kommt ein neues, in Afghanistan schon realisiertes Szenario. Eine durch die Supermacht USA geführte Koalition kämpft mit ungeheurer technologischer Überlegenheit gegen Warlords und „den Terrorismus“, einen Feind ohne Uniform, ohne Flagge. Symbolisiert durch Osama Bin Ladens „Al Qaida“.

War der 11. September ein Angriff des islamischen Fundamentalismus auf die westliche Zivilisation? Ausdruck des „Clash of Civilizations“, den Kampf der Kulturen, wie von Samuel P. Huntington für das 21. Jhdt. als prägend prophezeit? Und was sind die friedenspolitischen Konsequenzen angesichts der eskalierenden Gewaltspirale aus Terror und Vergeltung? Welche neuen Konfliktszenarien können ausgemacht werden, welche Ursachen liegen ihnen zugrunde? Welche Auswirkungen erwachsen für die österreichische Sicherheitspolitik? Nationale Sicherheitskonzepte werden überdacht, Sicherheitsdoktrinen neu geschrieben. Die Auffassungen über die Konsequenzen aus dem 11. September und dem US-Krieg gegen den Terrorismus gehen auseinander. Was ist die adäquate österreichische Sicherheitspolitik für das 21. Jhdt.?

Programm

Begrüßung - 15.30-15.45 Uhr

Block I: 15.45-17.00 Uhr

11. September 2001: Auftakt zum „Clash of Civilizations“?
Mag. Katrin Simhandl (Politologin, Wien)
Dr. Rüdiger Stix (Büro für Wehrpolitik, BMLV, Wien)
a. Univ-Prof. Dr. Birgit Sauer (Institut für Politikwissenschaft, Universität Wien)

Diskussion

Block II: 17.15-18.30 Uhr

Konfliktszenarien im 21. Jhdt. und ihre Konsequenzen für die Friedens- und Sicherheitspolitik
Prof. Dr. Ekkehart Krippendorff (em. Prof. für Politikwissenschaft, Berlin)
Dr. Georg Schöfbänker (Ö. Inf.-Büro f. Sicherheitspolitik u. Rüstungskontrolle, Linz)

Diskussion

Imbiss und Pause - 18.30-19.00 Uhr

Block III: 19.00-20.45 Uhr

Podiumsdiskussion „Die Welt nach dem 11. September 2001: Von kollektiver Betroffenheit zu sicherheitspolitischen Konsequenzen“

Erwin Lanc (Bundesminister a. D., Internationales Institut für den Frieden)
Dr. Raimund Löw [angefragt] (Journalist, ORF)
Hon.-Prof. DDr. Erich Reiter (Beauftragter für Strategische Studien, BMLV, Wien)
Univ.-Prof. Dr. Manfred Rotter (Institut für Völkerrecht, Universität Linz)

Moderation
Block I-II: Dr. Reiner Steinweg (Friedensforschung Linz, z. Zt. Leitung des Berghof Forschungszentrums für konstruktive Konfliktbearbeitung, Berlin)

Block III: Mag. Gudrun Harrer (Ressortleiterin Außenpolitik, Der Standard)

Wissenschaftliche Leitung
Univ.-Ass. Dr. Franz Leidenmühler (Institut für Völkerrecht u. Internat. Beziehungen, Johannes Kepler Universität Linz)

Anmeldung
Friedensinitiative der Stadt Linz, c/o Kulturamt
Magistrat der Landeshauptstadt Linz, Neues Rathaus
Hauptstr. 1-5, A-4041 Linz
Tel. (0732) 7070-2943, Fax (0732) 7070-2955
gerda.forstner@mag.linz.at