guernica 1/2005: EDITORIAL

Liebe Leserin, lieber Leser!

Das vergangene Jahr brachte für die guernica eine erfreuliche Entwicklung: Die Zahl der AbonnentInnen konnte wieder gesteigert werden. Doch um die Finanzierung auch in den kommenden Monaten sicherstellen zu können, sind wir auf weitere, neue AbonnentInnen angewiesen. Deshalb haben wir mehrere Maßnahmen eingeleitet, deren erste bereits in dieser Ausgabe zu sehen sind: So wurden einzelne Verbesserungen am Layout vorgenommen, um die Lesbarkeit zu erhöhen - besonders die Titelseite wird jetzt übersichtlicher gestaltet: sie bietet einen ersten Überblick über die wichtigsten Inhalte einer Ausgabe. Der neue Untertitel „Zeitung für Frieden & Solidarität, Neutralität und EU-Opposition“ soll dem breiten Themenspektrum der guernica besser gerecht werden. Besonders verändert wurde die Preisgestaltung und die Erscheinungshäufigkeit: Der Einzelpreis einer Ausgabe wurde von EUR 1,60 auf EUR 1,- gesenkt, um auch für die Kolportage attraktiv zu sein. Das Jahresabo bleibt bei EUR 9,-, allerdings erhalten die AbonnentInnen in Zukunft zu diesem Preis 10 Nummern statt - wie bisher - 6 zugesandt! Vor allem möchten wir bestehende AbonnentInnen dazu aufrufen, im eigenen Umfeld für die guernica Werbung zu machen!

Wie wichtig eine Zeitung wie die guernica ist, zeigen die Auseinandersetzungen um die EU-Verfassung. Das politische Establishment in Österreich weigert sich beharrlich, der Bevölkerung über die EU-Verfassung reinen Wein einzuschenken und plant, diese noch im Frühjahr 2005 über die Köpfe der Menschen hinweg im Parlament abzusegnen. Hier setzen wir mit unserer Gegen-Öffentlichkeit an, indem wir über die Inhalte der EU-Verfassung informieren, die einen massiven Militarisierungsschub bringen, den Sozialabbau und den Ausverkauf öffentlichen Eigentums legitimieren. Wir zeigen, dass sie mit der österreichischen Neutralität unvereinbar ist und stellen die vielfältigen Aktivitäten und Bemühungen in den Mittelpunkt, um eine Volksabstimmung über die EU-Verfassung zu erreichen und das Friedensvolksbegehren einzuleiten. Neben persönlichem Engagement sind wird dabei auch dringend auf Spenden angewiesen (mit beiliegendem Zahlschein oder direkt auf unser Konto; Kontoverbindung siehe letzte Seite). Und wie immer gilt: guernica abonnieren, für den Frieden engagieren!

Günter Reder
Werkstatt Frieden & Solidarität

aus: guernica 1/2005