Vernichtung, Vertreibung, Vergiftung

 
 

Der NATO-Bombenkrieg gegen Jugoslawien
von Hannes Hofbauer
78 Bombennächte, über 50 Bombentage, 1000 Kampfjets - nach anderen Angaben bis zu 1600 -, 35.000 Lufteinsätze, 15.000 Tonnen Explosivstoff auf Jugoslawien, 1800 großteils bis zur Unkenntlichkeit zerfetzte Zivilisten, 500 (nach jugoslawischer Quelle) bzw. 5000 (nach NATO-briefing) getötete Soldaten, 6500 Verwundete, 1 Million Vertriebene, zig-tausende nach Ungarn, Österreich, Griechenland Geflüchtete, mehrere tausend Ermordete im Kosovo, 200 dem Erdboden gleichgemachte Fabriken, in Brand geschossene Raffinerien, ein lahmgelegtes Wasser- und Energiewesen, 33 zerstörte Brücken, unbezifferte Verwüstungen am Straßen- und Eisenbahnwesen, unschätzbare ökologische Schäden, in Brand gesteckte kosovarische Dörfer, in Schutt und Asche gelegte Wohnviertel in fast allen Städten Jugoslawiens, zerbombte Regierungsgebäude, Rathäuser, Kirchen, Klöster, Spitäler, Schulen, Universitäten, Kindergärten, Sportanlagen, Museen, Gedenkstätten, Friedhöfe. Das Land ist zerstört. Die Führer der internationalen Wertegemeinschaft, vertreten durch den NATO-Rat, legen Wert auf die Feststellung, jedem einzelnen Angriffsziel "politisch" zugestimmt zu haben.
aus: Hannes Hofbauer (Hg.), Balkankrieg. Die Zerstörung Jugoslawiens. Wien 1999

Giftige Kriegsrelikte
[Schon kurz nach dem Krieg wurde bekannt, dass die NATO Uranmunition verwendet hatte. Bis heute konnte verseuchtes Material nicht entsorgt werden - die NATO verweigert die Zusammenarbeit. Von Karin Fischer. In: Planet Nr. 16]

Nukleare Bedrohungen durch NATO-Bomben. Krieg produziert ökologische Katastrophe
Radioaktive Munition: Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Skopie misst eine erhöhte Hintergrundstrahlung in Mazedonien.Ölteppich auf der Donau bedroht die Kühlung im AKWs Kozloduy
Quellen: Anti Atom International (AAI) Wien, Plattform gegen Atomgefahren OÖ, International Action Center.

Verletzung der Regeln des Kriegsvölkerrechts im NATO-Krieg gegen Jugoslawien
von Elmar Schmähling (Fotillenadmiral aD)
In diesem Beitrag wird dargestellt, in welcher Weise die Streitkräfte mit Angriffen auf dem Staatsgebiet der BR Jugoslawien gegen die Regeln des humanitären Völkerrechts verstoßen haben (ius in bello). Grundlage sind die - Nürnberger Prinzipien (Verbrechen gegen den Frieden, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit)1 - die Genfer Abkommen vom 12. August 1949 über den Schutz der Opfer internationaler bewaffneter Konflikte einschließlich des Zusatzprotokolls 12.

NATO gibt Einsatz schwach radioaktiver Waffen zu
UNO-Umweltexperten: Allianz hält Detailangaben zurück Genf - Die NATO hat zugegeben, dass sie im vergangenen Jahr bei den Luftangriffen auf Jugoslawien auch schwach radioaktive Waffen eingesetzt hat. Der Chef der UNO-Einsatzgruppe zur Untersuchung der Umwelt auf dem Balkan, der Finne Pekka Haavisto, erklärte am Dienstag, die NATO habe den Einsatz solcher Waffen in einem Brief von Generalsekretär George Robertson an UNO-Generalsekretär Kofi Annan bestätigt.

Bomben auf Chemiefabriken: Balkan vor Öko-Katastrophe
ARD-Sendung: MONITOR Nr. 450 vom 20.05.99
"Praktisch waren durch die Brände die Schadstoffe tagelang in der Luft. Und das in Mengen, die - nach ersten Recherchen - die erlaubten Werte bis zum 7.000fachen überschritten haben. Es sind vor allem Stoffe, die Krebs, Leber- und Lungenschäden bei den Menschen dort verursachen können."


Wie haben die NATO-Bomben Jugoslawiens Umwelt verseucht
Interview mit Ulf Müller, Teilnehmer am Hilfskonvoi nach Jugoslawien(von der "Initiative Frieden jetzt - Chemnitz")
"Nach den unzähligen Toten durch die Bombardements sind Folgetote durch Gesundheits- und Umweltschäden vorprogrammiert."
in: Junge Welt, 21. 6. 1999

"Ökologische Kriegsführung" als integraler Bestandteil einer Militärstrategie (Kurzfassung)
Von Knut Krusewitz
Die NATO führt inzwischen einen ‹stummen" Giftgaskrieg auf jugoslawischem Territorium. Er wurde nicht durch den Einsatz primärer, sondern sekundärer Giftgaswaffen ausgelöst, also die Bombardierung von Anlagen, von denen den Kriegsplanern bekannt war, daß sie gefährliche Stoffe und/oder Kräfte enthielten. Kriegsökologische Sekundäreffekte gefährden bereits nach wenigen Kriegstagen die Gesundheit der Zivilbevölkerung in Umgebung der zerstörten Anlagen. Vor allem in Städten wie Belgrad, Pancevo, Novi Sad, Subotica oder Krusevac wurden Tausende von Menschen den Giftgaswolken ausgesetzt. Es ist zu befürchten daß viele von ihnen chronisch erkranken.
in: Volksstimme 21/99

NATO-Kriegsführung und Umweltfolgen
von Knut Krusewitz
In einigen Bombennächten waren die Giftkonzentrationen so hoch wie nach einem Großangriff mit C-Waffen. Die Bevölkerung war diesen Giftstoffen mehrfach ausgesetzt, in fast allen Fällen ungeschützt.

Was wird von Jugoslawien nach den Bombenangriffen noch übrig bleiben?
Ein besonders gräßliches Blutbad wurde von den NATO-Bomben vergangenen Montag Mittag angerichtet, als Kampfflugzeuge mit ihren Raketen einen Personenzug trafen, der gerade die Eisenbahnbrücke bei Grdelicka Klisura, 300 km südlich von Belgrad, überquerte. Bis Redaktionsschluß wurden zehn Tote und 16 schwerverletzte Passagiere aus den Trümmern geborgen.
in: world socialist web, 17. 4. 2000

Im Golfkrieg und im NATO-Angriffskrieg gegen Jugoslawien "erprobt": Uran-Geschosse: Eine neue Massenvernichtungstechnologie
von Siegwart-Horst Günther

Auszug aus einem Vortrag von Prof. MD, DSc. PhD. Siegwart-Horst Günther, gehalten am 13. Januar 2000 im Albert Schweitzer Haus in Wien.
in: guerncia 1/2000

Krieg kostet...
3,5 Milliarden Schilling kostet jeder Tag der Luftschläge Bei vier weiteren Wochen ergibt das 133 Milliarden öS. Italienische Berechnungen sind noch großzügiger: sie kommen auf 195 Milliarden öS. Die bereits in den ersten Kriegswochen in der Bundesrepublik Jugoslawien verursachten Schäden werden auf über 1.500 Milliarden Schilling geschätzt, das ist ein vielfaches des jährlichen Sozialproduktes dieses Landes. Zerschossen wird faktisch die gesamte wirtschaftliche Infrastruktur des Landes.
in: guernica 2/1999

Was kostet ein Kriegstag? Die militärischen Kosten des Kosovo-Krieges
von Olivier Minkwitz
Um Kriege zu führen braucht es - neben Menschenverachtung und Skrupellosigkeit - vor allem eines: Geld. Auch aus der Luft geführte Kriege bedeuten immense Materialkosten: Flugzeuge, Bomben, Piloten, Versorgungscrews am Boden und alles, was moderne Streitkräfte zusätzlich an Logistik brauchen, um gegnerische Ziele aus der Luft zu bekämpfen, verschlingt täglich riesige Geldbeträge. Nach einer Berechnung des Center for Strategic & Budgetary Assessment (CSBA) liegen die gesamten militärischen Kosten der Operation "Allied Force" zwischen 6 und 10 Mrd. DM - die humanitäre Hilfe nicht eingerechnet.(1) Eine Bundeswehrstudie schätzt den militärischen Preis des Kriegs mit 11 Mrd. DM etwas höher ein.(2) Damit verursachte die NATO während der Luftangriffe laufende Kosten von ca. 55 Mio. US-Dollar pro Tag.
in: Antimilitaristische Informationen, 7/1999

Grüner Außenminister findet radioaktive Bomben unbedenklich - diverse Kurzmeldungen

"Die Latte absichtlich zu hoch gelegt..." - Zitate

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